Oscar Wilde: „Bunbury oder Ernst sein ist wichtig“

4„Bunbury“ ist Oscar Wildes letztes und gilt als sein brillantestes Stück. Wilde-Kennern bleiben autobiographische Züge nicht verborgen. In der „trivialen Komödie für ernsthafte Leute“ nimmt er die englische Gesellschaft des ausgehenden 19. Jahrhunderts aufs Korn und hält nicht nur ihr einen Spiegel vor.

Trotz vieler Worte hat man sich oft nur wenig zu sagen. Häufig stehen die dargestellten Personen neben sich selbst, sind sich ihrer Gefühle und Werte nur scheinbar sicher, widersprüchlichen eigenen Wünschen und fremden Erwartungen ausgesetzt. „Bunbury“ ist ein Stück, in dem Zuschauer groteske Formen auch des heutigen menschlichen Miteinanders schmunzelnd wieder erkennen können.

Was ist wirklicher – Schein oder Sein? Führt die Lüge oder die Wahrheit ans Ziel? Finden Cecily und Gwendolyn ihre Traummänner? Und wie bedeutsam ist Ernst?

„Bunbury“ bietet vor Witz sprühende Dialoge, vornehm spöttische Bemerkungen und vermeintlich kluge Sprüche, hinter denen manchmal eher Arroganz als Klugheit hervorschaut.

Mitwirkende

Andre Büttemeier (Algernon), Ernst J. Klinke (Jack), Gabi Szesny (Gwendolyn), Ruth Gerks (Cecily), Anne Haßmann (Lady Bracknell), Renate Wollenberg (Miss Prism), Carsten Kosgalwies (Chasuble, Lane), Uwe Jessen (Merriman)

Ulrike Laubinger (Bühnenbild), Katharina Büttemeier-Wall (Maske), Ernst J. Klinke (Öffentlichkeitsarbeit), Sylvia Niebur, Jan Paul Klinke (Design), Christian Fissenebert (Regie)

Kooperationspartner: Sören Laubner und Team (Licht- und Tontechnik)

„Unter dem Milchwald“ von Dylan Thomas

3„Unsre Stadt, die hier unterm Milchwald ruht,
die ist nicht ganz schlecht, und auch nicht ganz gut.
Und Du, o Herr, ich weiß, bist der Erste,
der es leicht für uns macht, und nicht prüft uns aufs Schwerste.“

Mit „Unter dem Milchwald“ setzt die Theatergruppe triBühne ein Spiel für Stimmen von Dylan Thomas in der Nachdichtung von Erich Fried in Szene. Als Hörspiel wurde es 1954 mit dem Prix Italia ausgezeichnet.

Lebendig wird ein Tageslauf in einer kleinen Fantasiestadt an der walisischen Küste. Skurrile Figuren, absurde Ereignisse, Banalitäten, große und kleine Gefühle ziehen in einer Reihe von Szenen vorüber. Caitlin Thomas, die Witwe des Autors, feiert „Auferstehung“ und führt kommentierend durch diesen „Nebenarm des dahinströmenden Lebens“, die gleichsam Fiktion gewordenen walisische Welt ihres Mannes.

Dylan Thomas, der walisische Trinkerpoet, ist berühmt geworden mit Gedichten, Essays, autobiografischen Erzählungen – und eben mit dem Spiel für Stimmen „Unter dem Milchwald“, an dem er 20 Jahre gefeilt hat.

„Eine etwas sonderbare Dame“ von John Patrick

2„Eine etwas sonderbare Dame“ ist eine Komödie von John Patrick, die auf amüsante Weise zeigt, wie sehr Menschen bereit sind, sich für Geld zum Narren zu machen.

Mrs Savage erbt von ihrem verstorbenen Mann ein Vermögen von 10 Millionen Dollar. Sie möchte mit diesem Geld eine Stiftung gründen, die anderen Menschen Herzenswünsche erfüllt, – wie unsinnig diese, von außen betrachtet, auch sein mögen. Die geldgierigen Stiefkinder von Mrs Savage versuchen die Gründung dieser Stiftung jedoch mit allen Mittel zu verhindern und selbst an das Geld zu kommen.

Sie gehen sogar so weit, ihre Stiefmutter in eine Irrenanstalt einweisen zu lassen. Mrs Savage hat jedoch vorgesorgt und ihr Vermögen gut versteckt. Geschickt bringt sie ihre Kinder dazu, selbst völlig verrückte Dinge zu tun, um an das Geld zu kommen. Sogar Mrs Savage behandelnder Arzt kommt schließlich zu der Erkenntnis, dass ihre Stiefkinder eher in eine Anstalt gehören als Mrs Savage.

Mitwirkende

Manuela Habig (Lilly Belle Savage), Melanie Faulhaber (Florence), Gabi Szesny (Fairy May), Anne Hassmann (Ethel Savage), Sian Jones (Mrs. Paddy), Renate Wollenberg (Dr. Emmett), Anke Gedwien (Miss Willi), Detlef Temme (Titus Savage), Ernst Klinke (Samuel Savage), Heiko Altehoefer (Hannibal)

Ulrike Laubinger (Regie)

„Und ewig rauschen die Gelder“ eine Farce von Michael Cooney

Für Eric Swan ist es ein Schock: Er verliert kurz vor Weihnachten seinen Job bei den Stadtwerken. Doch ihm fehlt der Mut, dies seiner Frau Linda zu sagen. Stattdessen spielt ihm der Zufall in die Hände: Das Sozialamt schickt ihm einen Scheck für einen seiner Mieter, der längst nach Kanada ausgewandert ist. Das bringt Eric auf eine Idee: Er erfindet zahlreiche Menschen, die angeblich in seinem Haus leben und kassiert für diese alle Arten der Sozialfürsorge. Doch eines Tages steht eine Prüferin des Sozialamtes vor seiner Haustür. Erleben Sie mit, ob Eric sich aus diesem Schlamassel befreien kann …

Mitwirkende6

(vorne) Detlef Temme, Melanie Faulhaber, Anke Gedwien, Uwe Jessen,
(stehend) Manuela Habig, Maren Klugmann, Ulrike Laubinger, Renate Wollenberg

Ulrike Laubinger (Regie)

„Glaubersalz zum Nachtisch“ – eine Komödie von Heidi Mager

1Wer ernährt sich schon gerne von trockenen Brötchen und Zitronenwasser? Bei Amadeus Motzer sorgt diese Schmalkost während seines unfreiwilligen Kuraufenthaltes nicht gerade für die beste Laune. Dazu treiben ihn auch noch seine Frau und seine Schwägerin zu sportlichen Höchstleistungen an. Da hilft es wenig, dass er sich seinen Kuraufenthalt durch versteckte Schokoriegel zu versüßen sucht.  In dieses Szenario platzt schließlich auch noch der gutaussehende Markus Junghans – immer gut gelaunt, der Schwarm aller Damen und der typische Kurschatten-Typ. Ausgerechnet mit ihm muss Amadeus sich das Zimmer teilen, was dem überhaupt nicht passt. Seltsamerweise steigt  die Laune seines Zimmernachbarn mit jedem Tag. Findet Amadeus heraus, welches Geheimnis sich hinter seinem Zimmernachbarn verbirgt?…

Mitwirkende

Beate Wortmann aus Bielefeld unterstützt TriBühne bei ihrem neuen Stück als Freie Theaterregisseurin mit wertvollen Tipps.

 

Therapie durch Handpuppen: Die Chefin der Kurklinik, Prof. Dr. Schnabel will mit Rollenspielen „verkrustete Strukturen“ ihrer Patienten aufdecken.v.l. Melanie Faulhaber, Anke Gedwien, Renate Wollenberg, Uwe Jessen, Manuela Habig

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