„Kaufhaus in Trouble“

von Winnie Abel

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Das Stück
Das Kaufhaus Dickeschanz – einst ein stolzes Imperium, heute ein Ladenhüter. Während Chefin Marlen von Dickeschanz (Verena Quakernack) lieber ihre Porzellansammlung poliert, kämpfen die Verkäuferinnen Gina Kaiser (Manuela Habig) und Suse Nolde (Anke Gedwien) mit aller Kraft gegen leere Regale und noch leerere Kassen. Die unterbezahlte Toilettenfrau Ute (Tanja Hanewinkel) ist der heimliche Star des Hauses, denn bei ihr brummt das Geschäft – wenn auch nur auf der Kundentoilette.

Doch der Ernst der Lage wird klar, als Unternehmensberater Carsten Maschmaurer (Sascha Sackewitz) einzieht, bewaffnet mit einem endlosen Vorrat an Fremdwörtern und frostigen „Optimierungsstrategien“. Seine „Effizienzoffensive“ beginnt ausgerechnet in der Abteilung von Gina und Suse, die daraufhin alle Register ziehen.

Während Gina und Suse in ihrer Verzweiflung Verwandte (Cousine Samira gespielt von Verena Quakernack) mobilisieren, stoßen sie auf unerwartete Hindernisse: eine hartnäckige Klimakleberin, eine charmante Kleptomanin (beide gespielt von Vera Freudenthal) und Kunden wie Sparfuchs Ramona (Dagmar Gottsleben), die zwar gerne anprobiert, aber online kauft.

Die Fragen des Abends:
Können Gina und Suse ihre Arbeitsplätze retten? Was hat der Unternehmensberater wirklich im Sinn? Und welche Wendungen nimmt die Geschichte, wenn Marlen von Dickeschanz selbst mal den Putzkittel anzieht?

Winnie Abel: „Es fährt kein Zug nach Irgendwo“ (2024)

triBühne Gütersloh entfesselt das Chaos auf den Schienen mit „Es fährt kein Zug nach Irgendwo“ von Winnie Abel!

Gütersloh. Der Bahnhof Gütersloh wird zum Schauplatz einer wahnwitzigen Komödie, wenn die Theatergruppe TriBühne ihre neueste Produktion „Es fährt kein Zug nach Irgendwo“ präsentiert. Nach Monaten intensiver Proben ist es endlich soweit, das Ensemble stürzt sich in ein Abenteuer, das den Zuschauern die Lachmuskeln strapazieren wird.

In dieser urkomischen Inszenierung von Winnie Abel werden mehrere gestrandete Reisende durch einen Triebwagenschaden und einem Unwetter samt Schäden an der Oberleitung am Bahnhof festgesetzt. Doch damit beginnt erst das wahre Spektakel!

Eine abgedrehte Motivationstrainerin setzt ihre ganze Energie ein, um positive Schwingungen zu verbreiten und den Zug doch noch zum Bahnhof zu locken. Die gehetzte Businessfrau kämpft verbissen darum, ihren wichtigen Geschäftstermin trotz der Widrigkeiten zu erreichen – sei es mit einem Taxi oder wüsten Drohungen gegen den freundlichen Servicemitarbeiter der Bahn. 

Hubert, der eigenwillige Verschwörungstheoretiker, ist fest davon überzeugt, dass das gesamte Bahnchaos nur inszeniert ist, um ihn von seinem Vortrag fernzuhalten. Eine fröhliche Amerikanerin namens Stacy findet hingegen alles „amazing“ und lässt sich von nichts die gute Laune verderben.

Selbst eine lustige Kegelgruppe versucht, die unerträgliche Situation mit einem Schluck Alkohol erträglicher zu machen. Doch der gestoppte Zug entpuppt sich schließlich als das geringste Hindernis für unsere unerschrockenen Fahrgäste.

Mit einem Feuerwerk an Situationskomik und schrägen Charakteren verspricht „Es fährt kein Zug nach Irgendwo“ ein unvergessliches Theatererlebnis, das die Grenzen des Absurden sprengt und das Publikum in einen wahren Lachrausch versetzt.

Also sichern Sie sich Ihre Tickets, schnallen Sie sich an und bereiten Sie sich auf eine rasante Fahrt voller Chaos, Lachen und unerwarteter Wendungen vor!

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Stefan Vögel: „Altweiberfrühling“ (2022)

Für seine Träume ist man nie zu alt. Darum geht es in der neuen Komödie „Altweiberfrühling“ von Stefan Vogel, nach dem Drehbuch des Films „Die Herbstzeitlosen“ von Sabine Pochhammer und Bettina Oberli.

Martha hat seit dem Tod ihres Mannes Hans all ihre Lebenslust verloren. Ihre Freundinnen Hanni, Lisi und Frieda versuchen, sie ins Leben zurück zu holen. Aber mit Aktivitäten wie Kartenspielen will das nicht gelingen. Beim Ausräumen von Hans alten Kleidern tauchen plötzlich fein gearbeitete Dessous auf, die die Freundinnen in Staunen versetzen. Nach Jahrzehnten erfahren sie plötzlich, dass Martha eigentlich gelernte Dessous-Schneiderin ist und immer von einer eigenen Boutique in Paris geträumt hat. Freundin Lisi überzeugt Martha trotz ihres Alters ihren Traum in die Tat umzusetzen und aus ihrem Lebensmittelgeschäft eine Dessous-Boutique zu machen. Doch Marthas Sohn Walter, der zufällig auch der Pfarrer des Dorfes ist, und Bürgermeister Fritz haben mit dem Laden längst andere Pläne.  

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Bernd Spehling: „Resturlaub im Ladyhort“ (2019)

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…klingt vielversprechend! Welcher ältere, alleinstehende Mann träumt nicht davon, in eine Wohngemeinschaft mit mehreren Frauen einzuziehen, wo er wie ein Bienenstock von den Damen umschwärmt wird?

Doch Wotan (Uwe Jessen) ist fassungslos. Seine Frau Sylvia (Anke Gedwien) hat ihn verlassen und sein Sohn Maurice (Lukas Heywinkel) hat sich die Vormundschaft für ihn erschlichen und könnte ihn sogar bei Ikea im Kinderparadies unterbringen, ohne dass er sich dagegen wehren könnte.

Stattdessen mietet ihn Maurice kurzerhand in eine Seniorenwohnung mit drei Nachbarinnen ein. Vermieterin Frau Schaller (Petra Kleinemeier) beschreibt diese als sehr „verhaltensoriginell“. Das ist, wie sich herausstellt, deutlich untertrieben.

Da ist einmal Emily (Manuela Habig), die Champagner trinkend, jedem männlichen Wesen nachjagt, das nicht bei drei auf dem Baum ist.

Elke (Melanie Faulhaber) bessert sich ihre Rente durch Medikamententests auf und ist deshalb manchmal recht schwach auf den Beinen. Doch ihre Lebensgeister erwachen, als sich der neue Nachbar auch für sie interessiert.

Ella (Vera Freudenthal) ist als letzter Althippie grundsätzlich tiefen entspannt unterwegs. Sie ist immer wieder um Frieden und Ausgleich bemüht, außer, wenn es darum, geht Wotan in ihre Badewanne zu bekommen.

So geht es im Ladyhort richtig rund und Wotan fühlt sich bei den Damen immer wohler.

Nur Ehefrau Sylvia gefällt Wotans neues Lotterleben überhaupt nicht. Ihr totgeglaubter Jagdinstinkt erwacht und sie stattet der WG immer wieder Kontrollbesuche ab. Aber werden sich die Damen Sylvias Rückholmanöver gefallen lassen?

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Walter G. Pfaus: „Das Himmelreich ist ausgebucht“ (2017)

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In Gegenwart eines Schwerhörigen sagen die Leute Sachen, die sie sonst nicht sagen würden… .

Opa Kuno wendet seltsame Methoden an, damit seine Enkelin Emmi ihre Pension „Himmelreich“ weiterführen kann.

Doch geht seine Rechnung auf?

In der Pension „Himmelreich“ ist die Hölle los!

Pächterin Emmi Sukowa (Melanie Faulhaber) hat alles andere als eine Glückssträhne. Zuerst kündigt ihre Köchin, weil ihr Lohn im Rückstand ist. Dann erfährt Emmi auch noch, dass die Besitzerin der Pension verstorben ist. Dabei wollte Emmi sie doch um Unterstützung bitten, um die Pension weiter aufmöbeln zu können. Stattdessen wird ihr durch einen Brief mitgeteilt, dass der neue Besitzer inkognito erscheinen wird, um sich ein Bild von Pension und Pächterin zu machen.

Zum Glück springt Anna (Vera Freudenthal), die eigentlich gerade ihren Urlaub in der Pension verbringt, als Aushilfsköchin ein.

Außerdem treffen vier neue Feriengäste ein, die alle als neue Besitzer in Frage kämen: Da ist zum Beispiel die vornehme Erbgräfin Mercedes von Benz (Manuela Habig), für die sich Emmis chronisch abgebrannter Exmann Bernd (Helmut Behr) sehr interessiert.

Auch der neugierige, etwas verschlissen wirkende Reporter Fritz Wolf (Stefan Hagenmeier) erscheint verdächtig. Und dann wäre da noch die junge Lilli (Joline Gausemeier), die überraschend schnell Freundschaft mit dem jungen Hardy (Lukas Heywinkel) schließt.

Zum Glück kommt Emmis Opa Kuno (Uwe Jessen) auf die clevere Idee, als angeblich tauber und etwas verwirrter Opa immer dort zur Stelle zu sein, wo es etwas auszuspionieren gibt. Auch Emmis resolute Schwester Paula (Anke Gedwien) hilft tatkräftig mit, und so lüftet sich schließlich das Geheimnis ums „Himmelreich“.

Die Theatergruppe triBühne präsentiert mit „Das Himmelreich ist ausgebucht“ eine spannende Komödie von Walter G. Pfaus voller unerwarteter Wendungen.

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Wir danken:
Bühnenbild: Stefan Gedwien
Maske: La Jeunesse Magdalena, Nimet und Janine
Regie: Manuela Habig
Theater/Tanzpädagoge/Schauspielcoach : Dirk Kazmierczak
Souffleuse: Brigitte Kulbrock
Lagerung der Bühne: Andreas Trylla
Technik: Ulrich Bever
Design: Rob van Leeuwen
und wir danken ganz vielen Helfern vor und hinter der Bühne


„Was dem einen recht ist“ von Donald R. Wilde

Plakat Was dem einen Recht ist

In der neuen Komödie„Was dem einen recht ist“ geht es um die Midlife-Crisis und Probleme mit deutlich jüngeren Partnern.

Männer und Frauen sind gleichberechtigt. Stimmt doch, oder?
Doch wie sieht die Realität aus? Die Theatergruppe TriBühne greift mit der Komödie „Was dem einen recht ist“ von Donald R. Wilde ein Thema auf, das uns im Alltag und auch in Klatschblättern immer wieder begegnet:
Männer, die sich jüngere Frauen suchen und ihr Leben kurzerhand einmal umkrempeln.

Genauso ergeht es Patricia Burdick (Manuela Habig) mit ihrem Mann. Patricia ist Mitte Fünfzig und seit 30 Jahren glücklich verheiratet – denkt sie.
Doch am 60. Geburtstag ihres Mannes erlebt sie die große Überraschung. Ihr Mann Paul (Uwe Jessen) verkündet vor allen Gästen, dass er ab sofort ein neues Leben beginnt. Patricia kommt schnell dahinter, dass eine jüngere Frau der Grund für das abrupte Ende ihrer Ehe ist. Sie ist am Boden zerstört.

Zum Glück sind ihre Freundinnen Geraldine (Anke Gedwien) und Mona (Melanie Faulhaber) für sie da, die sie liebevoll auffangen und langsam wieder aufrichten. In dieser Phase trifft Patricia den smarten Stephen (Detlef Temme), der einige Jahre jünger ist als sie selbst und auf den auch Patricias Tochter Donna (Joline Gausemeier) eine Auge geworfen hat.

Doch wie reagiert Patricias Umfeld, das Pauls Eskapaden übrigens ohne größere moralische Bedenken akzeptiert hat? Patricias gutgläubige Putzfrau Helen (Renate Wollenberg) ist auf jeden Fall überzeugt, dass Stephen einen hervorragenden Schwiegersohn abgeben würde.

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TriBühne zeigt mit „Was dem einen recht ist“ eine erfrischende Midlife-Crisis- Komödie mit viel Tiefgang. Regisseurin Beate Wortmann beweist bei der Inszenierung wieder einmal großartiges Fingerspitzengefühl. Mit teils witzigen, teils scharfen Dialogen weisen die Charaktere immer wieder auf eine auch heute noch weit verbreitete, typische Doppelmoral hin. Es gibt sowohl Momente, die nachdenklich machen, als auch Momente, die mit einer guten Portion Situationskomik für Lacher sorgen. TriBühne zeigt eine tolle Mischung aus gefühlvoller Komödie und Gesellschaftssatire – kurzweilig, witzig und intelligent.

Die Premiere von „Was dem einen recht ist“, sehen Sie am 15. April 2016, um 19.30 Uhr im Gemeindesaal des Matthäusgemeindezentrums, Auf der Haar 64 in Gütersloh. Der Eintritt kostet 10 Euro.

Den Flyer zum Stück finden Sie hier!

Eintrittskarten erhalten Sie an der Abendkasse und im Vorverkauf.

Email: info@tribuehne-gt.de und Tel.: 0171-49 66 820.

 


 

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Thornton Wilder: „Das lange Weihnachtsmahl“

Inhalt

Das Stück portraitiert die Geschichte der Familie Bayard, einer beliebigen amerikanischen Familie in der Zeit von 1840 bis 1930. Im Zeitraffer erlebt der Zuschauer die neunzig Jahre umfassende Familiengeschichte, reduziert auf das von immer gleichen Traditionen geprägte Weihnachtsessen. Familienmitglieder kommen und gehen, werden geboren und setzen sich zu den anderen an die Tafel oder sterben und verlassen diese, doch der zum Weihnachtsmahl gedeckte Tisch und der alljährliche Trott des Familienfestes bleiben.

Mitwirkende Saison 2001 / 2002

Rolf Erdsiek (Erzähler), Ulrike Laubinger (Mutter Bayard), Achim Westerbarkei (Roderick), Ruth Gerks (Lucia), Uwe Jessen (Vetter Brandon), Marina Preikschas (Geneviéve), Manfred Templin (Charles), Gaby Erdsiek (Leonora), Andre Büttemeier (Roderick, der Jüngere), Eike Westerbarkei (Lucia, die Jüngere), Carsten Kosgalwies (Sam), Renate Wollenberg (Tante Irmengard)

Jan Paul Klinke (Technik), Manfred Templin (Regie)

Mitwirkende (Saison 2002 / 2003)

Rolf Erdsiek (Erzähler), Ulrike Laubinger (Mutter Bayard), Achim Westerbarkei (Roderick), Claudia Wenker (Lucia), Uwe Jessen (Vetter Brandon), Marina Preikschas (Geneviéve), Manfred Templin (Charles), Gaby Erdsiek (Leonora), Andre Büttemeier (Roderick, der Jüngere), Yvonne Schumann (Lucia, die Jüngere), Stefan Meißner (Sam), Renate Wollenberg (Tante Irmengard)

Jan Paul Klinke (Ton), Rolf Erdsiek (Regie)

Kooperationspartner: Frank Reilmann (Licht)

„Never give up. Eine Aufführung gegen Rassismus“

„Ich such‘ ne Stelle“
Das Stück behandelt das ernste Thema Arbeitslosigkeit auf eine ungewohnt leichte, fast verspielte Art und Weise. Ein Familienvater, seiner Zeit als Gastarbeiter nach Deutschland gekommen, sucht verzweifelt eine neue Arbeit. Sein Hauptproblem ist dabei nicht finanzielle Not, vielmehr kann er es einfach nicht länger ertragen, nutzlos zu Hause herumzusitzen und vor seinen Kindern als Versager dazustehen: Er braucht eine Aufgabe in seinem Leben – „sonst weiß man doch nicht mehr, dass man existiert“. Auf seine naiv-charmante Art versucht er, fiktive Arbeitgeber davon zu überzeugen, ihn einzustellen, bleibt aber erfolglos.

Bertold Brecht: „Die jüdische Frau“
Das Drama schildert das Schicksal einer Jüdin im dritten Reich, die beschließt, das Land und vor allem ihren Mann – einen angesehenen Arzt – zu verlassen, um ihn nicht in Schwierigkeiten zu bringen. Auch wenn sie aufgrund ihrer sozialen Position nicht in unmittelbarer Gefahr schwebt, kann und will sie es doch nicht länger verantworten, der Karriere und dem Ansehen ihres Mannes im Wege zu stehen und packt. Per Telefon verabschiedet sie sich von Freunden und Bekannten und bereitet sich dann in verschiedenen Anläufen auf das Abschiedsgespräch mit ihr Mann vor, der sie letzen Endes jedoch erschreckend bereitwillig ziehen lässt.

Robert Steiner: „Dreck“
Der Araber Sad erzählt von seinem Leben als illegal in Deutschland lebender Einwanderer. Er erzählt von seiner Heimat, seinen Träumen und seinen Ängsten. Um sein Studium zu finanzieren, zieht er Abend für Abend durch Restaurants und verkauft Rosen.
Aus einer ungewohnten, aber umso provozierenderen Perspektive führt Sad das Problem Ausländerhass vor Augen. In einer so fremdenfeindlichen Welt hat er mit der Zeit jegliches Selbstwertgefühl verloren. Sad hat Hass und Vorurteile so sehr verinnerlicht, dass er diese als gerechtfertigt ansieht und sich selbst verachtet. „Es stimmt“, sagt er, „ich bin dreckig. Ich wasche meine Hände, aber ich bleibe dreckig.“

Mitwirkende

Jan Paul Klinke („Ich such’ ne Stelle“)
Ulrike Laubinger, Rolf Erdsiek („Die jüdische Frau“)
Stefan Meißner („Dreck“)
Manfred Templin (Regie)
Kooperationspartner: Ute Heitmann (Saxophon)

Thornton Wilder: „Unsere kleine Stadt“

5Thornton Wilder schildert den Alltag in einer beliebigen, durchschnittlichen Kleinstadt in New Hampshire zu Beginn des zwanzigsten Jahrhunderts: Vorstellung der Personen, Beziehungen und Eheschließung der nachwachsenden Generation sowie Tod und Grablegung einzelner Protagonisten. Der dritte Akt lässt dabei die in den dreizehn Jahren des fiktiven Ablaufs verstorbenen Bürger der Stadt wieder auftreten und ihre innere Distanz zum Treiben der – noch – Lebenden darstellen. Hier eröffnet sich die traurige Erkenntnis über die Verschwendung der knappen Lebenszeit für die Nichtigkeiten des Alltags, die wahre Beziehungen zwischen den Menschen nicht zulassen. Da muss selbst der verzweifelte Versuch einer jung Verstorbenen scheitern, noch einmal einen beliebigen Tag ihres Lebens nachträglich bewusst und glücksbringend nachzuerleben.

Der Schluss des Stückes erzeugt zwar Betroffenheit, dennoch kann die Aufführung nicht ganz den Unterhaltungs-Charakter ablegen. Die Personen sind zu liebenswert-bodenständig gezeichnet, um ausreichendes kritisches Potential zu entwickeln. Fast möchte man schmunzelnd meinen „Ja, so ist halt das Leben“

Mitwirkende

Uwe Jessen (Spielleiter, Howie Newsome, Mr. Morgan und Geistlicher), Claudia Wenker (Mrs.Webb), Achim Westerbarkei (Mr. Webb), Marina Preikschas (Emily Webb), Stefan Meißner (Willy Web und Polizist Warren), Gaby Erdsiek (Mrs. Gibbs), Manfred Templin (Dr. Gibbs), Jan Paul Klinke (George Gibbs), Ulrike Laubinger (Rebecca Gibbs), Renate Wollenberg (Mrs. Soames), Rolf Erdsiek (Simon Stimson), Yvonne Schumann (Joe Crowell)
Andre Büttemeier und Katharina Wall (Technik), Manfred Templin (Regie)
Kooperationspartner: Peter Bernard Smith und Ensemble (Instrumentalmusik); Gaby Erdsiek, Ute Glander, Sabine Guth, Brigitte Hemkentokrax, Jörg Ryback (SängerInnen der Gemeindechöre); Heike Reidt (Maske)